Club für den Mops e.V. - CfdM
Einen Mopswelpen sollten Sie aus Tierschutzgründen nur vom Mopszüchter im VDH kaufen.


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Mops Gesundheit: Krankheiten und Gesundheitszustand der Rasse


Nachfolgend gibt der Club für den Mops - CfdM Antworten zum Gesundheitszustand der Hunderasse Mops, sowie allgemeine Informationen über Mops Krankheiten, Hundekrankheiten und Empfehlungen zu Hundeimpfungen.

Alle Darstellungen zum Gesundheitszustand / Krankheiten der Hunderasse Mops gelten ausschließlich für Möpse und Mops Welpen aus einer VDH-Zuchtstätte. Dies sind nur etwa 10 Prozent der Mopspopulation in Deutschland, denn die restlichen 90 Prozent der in Deutschland lebenden Möpse entstammen einem unkontrollierten Zuchtgeschehen.

Da in Kreisen von Massenvermehrern aus Osteuropa und Hinterhofzüchtern aus Deutschland keinerlei Wert auf das Wohlergehen der Tiere gelegt wird, ist hier natürlich der Gesundheitszustand schlechter als beim VHD-Züchter. Dieser Umstand zeichnet ein falsches allgemeines Bild über den Gesundheitszustand der Hunderasse Mops (Schlagwort Qualzucht), denn nur wenige Möpse entstammen aus einem verantwortungsvollem Zuchtgeschehen zum Wohle des Tieres.

So sind mögliche Erbkrankheiten der Hunderasse Mops im unkontrollierten Zuchtgeschehen weit verbreitet, wogegen diese im kontrollierten Zuchtwesen des VHD-Züchters kaum vorkommen.

Mops Gesundheit: Impfempfehlungen für Mops Welpen

Zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen für ein gesundes Hundeleben zählt ein guter Impfschutz gegen tödliche Krankheiten beim Mops. Dies beginnt mit einem guten Schutzstatus bei den Muttertieren und einer durch Impfen erlangten Grundimmunisierung der Mops Welpen.

Hier hat sich in den letzten Jahren einiges verändert, was insbesondere die Impftermine und die Schutzdauer einer Impfung betrifft. Es steht seit 2015 ein kostengünstiger Schnelltest zur Verfügung, der eine Aussage darüber treffen kann, ob und wann welche Impfung erfolgen sollte.

Dieser Schnelltest kann direkt beim Tierarzt erfolgen und dort sofort (etwa 20 Minuten später) ausgewertet werden. Bei der Grundimmunisierung der Mops Welpen kann der Schnelltest anzeigen, ob zum geplanten Impftermin die Impfung erfolgversprechend ist, bzw. es kann errechnet werden wann mit einem Impferfolg gerechnet werden kann. Hat der Mopswelpe noch zu viele maternale (mütterliche) Antikörper im Blut, die über die Muttermilch aufgenommen wurden, wäre eine Impfung zu diesem Zeitpunkt unwirksam. Die maternalen Antikörper würden die Impfantigene sofort neutralisieren.

Mit dieser neuen Testmöglichkeit kann der Züchter mit seinem Tierarzt gemeinsam abstimmen, ob mit 8 Wochen die Erstimpfung für den Welpen Sinn macht. Gegebenenfalls kann die Erstimpfung auf den errechneten späteren Zeitpunkt für eine erfolgversprechende Impfung verlegt werden und der Welpe braucht dann möglicherweise nicht mehr mit 8, 12 und 16 Wochen geimpft werden, da dann schon eine oder zwei Impfungen ausreichend sind. In der Vergangenheit konnte niemand ohne großen Aufwand und Kosten sagen, wann die maternalen Antikörper im Blut des Welpen so gering sind, dass eine Impfung Erfolg verspricht. Aus diesem Grund wurde der Welpe zur Sicherheit zwischen der 8. und 16. Lebenswoche drei mal geimpft.

Heute können mit Hilfe des schnellen und kostengünstigen Schnelltests zum einen der beste Termin der Erstimpfung bestimmt werden, als auch die Impfhäufigkeit der Grundimmunisierung (3 mal bis 16. Lebenswoche) eventuell verringert werden. Gleiches gilt natürlich auch für alle nach der 16. Lebenswoche obligatorischen Folgeimpfungen, wie die letzte Impfung der Grundimmunisierung im 15. Lebensmonat. Ebenso kann kurz nach der 16. Woche-Impfung mit dem Schnelltest kostengünstig eine Aussage über den Impferfolg der ersten Lebenswochen getroffen werden.

Grundsätzlich empfiehlt der Club für den Mops die Berücksichtigung des folgenden Leitsatzes:

Impfen immer so oft wie nötig, aber so wenig wie möglich !

Jede Impfung kann schwerwiegende Schäden beim Hund hervorrufen, wenn auch sehr selten, jedoch sollte dieses Risiko nicht öfter als nötig eingegangen werden und die heutigen Möglichkeiten hierzu sollten von jedem Tierarzt und Hundehalter konsequent genutzt werden.

Wir empfehlen für alle Hundehalter einmal jährlich einen Gesundheitscheck beim Tierarzt. Bei dieser Gelegenheit kann der Schutzstatus des Hundes besprochen werden, gegebennenfalls mit Schnelltest. Mit dieser Verfahrensweise kann der Tierarzt Einnahmeausfälle wegen wegfallenden Folgeimpfungen kompensieren und wird eher bereit sein auf eigentlich überflüssige Impfungen zu verzichten. Grundsätzlich sind Einnahmen aus Schutzimpfungen für einen Tierarzt eine wesentliche Einnahmequelle, auf die natürlich nicht gern verzichtet wird. Zum Erhalt eines dichten und flächendeckenden Netzes von Tierarztpraxen sollte daher jeder Hundehalter den jährlichen Gesundheitscheck einhalten und damit die Existenz des örtlichen Tierarztes sichern.

Dem Hund bleiben hierdurch mögliche Schäden durch überflüssige Impfungen erspart, der Hundehalter bleibt auf einen aktuellen Stand zum Gesundheitsstatus seines Hundes und der Tierarzt erleidet keinen nennenswerten Einnahmeverlust. Es gewinnen also alle beteiligten Parteien.

Mops Gesundheit: Impfempfehlung erwachsener Hund

Auch im Bereich "Impfempfehlung erwachsener Hund" hat sich in den letzten Jahren einiges verändert. Neue Impfstoffe und neue Erkenntnisse über die Schutzdauer einer Impfung haben die Zeitspanne zwischen empfohlenen Impfternimen verlängert. Wurde noch vor wenigen Jahren für fast alle Impfungen eine "jährliche Auffrischung" empfohlen, weiß man heute das viele Impfungen nur noch alle drei Jahre oder gar später nötig sind.

Impfempfehlung Tollwut:

Die heute verfügbaren Impfstoffe ermöglichen nach der Grundimmunisierung einen Impfintervall von 3 Jahren. Ausschlaggebend sind hier die Herstellerangaben zur Dauer des Schutzes. Lassen Sie Ihren Hund nur mit einem Impfstoff impfen, bei dem der Hersteller eine Schutzdauer von 3 Jahren angibt und lassen Sie dies so auch unbedingt in den Heimtierausweis eintragen. Nur diese Eintragung schütz Ihren Hund vor einer Tötung (gesetzliche Regelung), falls dieser mit einem tollwutinfizierten Tier in Kontakt kommt.

Impfempfehlung Staupe, HCC, Parvovirose:

Auch hier ist nach heutigem Wissensstand nach der Grundimmunisierung nur alle drei Jahre eine Folgeimpfung erforderlich. Einige Wissenschaftler gehen hier sogar von einem Schutzstatus von 7 Jahren bis lebenslänglich aus. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt was bei Ihrem Hund angeraten ist, jedoch lassen Sie nicht öfter als alle 3 Jahre gegen diese Krankheiten impfen.

Impfempfehlung Leptospirose:

Hier empfiehlt der Weltverband der Kleintierärzte (WSAVA) eine Impfung nach den örtlichen Gegebenheiten und den Lebensumständen des Hundes. Empfohlen wird eine Impfung nur für die Fälle, bei denen örtliche Gegebenheiten (Risikogebiet) oder die Lebensumstände (Kontakt zu infizierten Tieren) ein signifikantes Risiko darstellen.

Liegt ein besonderes Risiko für Ihren Hund vor, ist eine jährliche Impfung oder gar ein noch kürzerer Intervall zu empfehlen.

Für den Fall das eine Impfung gegen die Leptospirose indiziert ist, empfehlen wir hier einen "unkritischen Impfstoff wie Novibac Lepto". Nach den jüngsten kritischen Veröffentlichungen (Stand 09/2016) gegenüber dem Impfstoff Novibac L4, raten wir von diesem Impfstoff derzeit aus Gründen der Fürsorge für das Tier ab. Eine Zusammenfassung dieser Kritik ist beim Kopp Verlag nachzulesen. Bilden Sie sich hierzu Ihre Meinung und sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über diesen Impfstoff.

Grundsätzlich gibt es Hinweise darauf, dass ein zeitlicher Versatz bei der Leptospirose-Impfung zu den anderen Impfungen mit weniger Nebenwirkungen verbunden ist.

Impfempfehlungen Zwingerhusten, Borreliose, Canines Coronavirus, Canines Herpesvirus:

Ob für diese Krankheitserreger eine Impfung empfehlenswert ist, sollte mit dem Tierarzt nach den individuellen Gegebenheiten für Ihren Hund festgelegt werden. Grundsätzlich sollte hier nicht generell geimpft werden, sondern nur wenn es die Lebensumstände des Hundes wirklich erfordern.

Für den Vorstand des CfdM

Katja Ries-Scherf


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