Club für den Mops e.V. - CfdM
Einen Mopswelpen sollten Sie aus Tierschutzgründen nur vom Mopszüchter im VDH kaufen.


Pug Dog Enzephalitis PDE/NME
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Die Erklärungen zur Pug Dog Enzephalitis PDE / NME auf dieser Seite sind in einer möglichst allgemein verständlichen Form geschrieben. Wissenschaftliche Laien (sind wir fast alle) sollen den Kern des Themas verstehen, ohne ständig Fachbegriffe nachschlagen zu müssen.

Eine korrekte wissenschaftliche Beschreibung würde anders aussehen, wäre jedoch für den Laien durch eine Vielzahl von Fachbegriffen kaum verständlich. Wir hoffen das wir eine für Laien gut verständliche Darstellung des Themas getroffen haben.

Verweise zu wissenschaftlichen Abhandlungen zur PDE / NME im Original finden Sie am Ende dieser Seite.

Sollten Sie Fragen oder Anregungen zum Thema haben, setzen Sie sich bitte mit unserer Geschäftsstelle unter Tel. 07762/806 677 in Verbindung.
 
Zentrale PDE-Datenerfassung

Der Club für den Mops unterhält eine zentrale Datenbank zur Erfassung von Ergebnissen von PDE-Gentests und von Möpsen die an PDE / NME erkrankt sind. Wir bitten daher jeden Mopsbesitzer uns das Ergebnis eines Gentests auf PDE oder die Daten eines an PDE / NME erkrankten Mopses mitzuteilen. Die Verbands- oder Vereinszugehörigkeit spielt hier keine Rolle. Die gesammelten Daten werden von uns, zur weiteren Verarbeitung, an Einrichtungen aus Forschung und Wissenschaft weitergeleitet.

Ein entsprechendes Formular zur Datenübermittlung finden Sie in Kürze hier. Natürlich können Sie uns die Ergebnisse / Daten auch formlos per Email zusenden.



News-Ticker, zum Lesen anklicken +++ Pug Dog Enzephalitis (PDE / NME): CfdM führt präventiv Pflicht-Gentest ein +++ Keilwirbel beim Mops, CfdM unterstützt genetische Forschung. +++ Ergebnisse der Clubsieger-Schau 2015 in Großkarlbach

Pug Dog Enzephalitis PDE / NME.


Die Pug Dog Enzephalitis PDE, auch Nekrotisierende Meningoenzephalitis NME genannt, ist eine erbliche Autoimmunerkrankung des Gehirns beim Mops. Die PDE / NME ist eine Entzündung des Gehirns, die einen grausamen und immer tödlich endenden Krankheitsverlauf hat.

Beim Club für den Mops - CfdM müssen alle Zuchttiere einen " Gentest auf den PDE/NME Risikofaktor " vorweisen, bevor diese zur Zucht eingesetzt werden dürfen. Träger der Genmution (N/S oder S/S) dürfen nur mit Hunden verpaart werden, die keine Träger (N/N) sind. Mit dieser züchterischen Selektion soll vermieden werden, dass Hunde mit Doppelträgerstatus (S/S) entstehen, denn nur diese Hunde können nach heutigem Wissensstand in nennenswertem Umfang (13fach erhöhtes Risiko) an PDE / NME erkranken.

Grundsätzlich ist es für einen Zuchthund kein Makel, wenn dieser Träger der Genmutation ist. Bei einer möglichen Verpaarung muß nur auf den Erbgang der PDE / NME geachtet werden, damit keine neuen Doppelträger (S/S) entstehen.

Der CfdM ist der erste und derzeit einzige VDH-Mitgliedsverein, der die PDE-Problematik in seine Zuchtordnung aufgenommen hat. Mit dieser präventiven Zuchtlenkungsmaßnahme soll möglichst frühzeitig verhindert werden, dass weitere Doppelträger in der deutschen Mopspopulation innerhalb des VDH entstehen, bei denen die Erkrankung mit wesentlich erhöhtem Risiko ausbrechen kann.

Der Gentest auf PDE/NME, sowie die wissenschaftliche Auswertung, wird vom Institut für Biodiagnostik in Kassel von Frau Dr. Ina Pfeiffer durchgeführt.

Untersuchungsantrag "Gentest Pug Dog Enzephalitis PDE / NME Risikofaktor"

Das PDF-Formular "Untersuchungsantrag Gentest PDE / NME Risikofaktor" können Sie am PC ausfüllen und ausdrucken.

Das größte Problem im Zusammenhang mit dieser grausamen Erbkrankheit ist die Tatsache, dass nicht einmal 10 Prozent der jährlich in Deutschland verkauften Mopswelpen, aus einer zertifizierten Zuchtstätte des VDH kommen. Insbesondere bei "Billigwelpen aus dem Internet" aus Kreisen von Massenvermehrern ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass hier sehr viele Welpen Doppelträger der Genmutation sind, die später an PDE erkranken können. In diesen Kreisen geht es nur um das schnelle Geld, daher sind Inzestverpaarungen an der Tagesordnung. Dies bringt mit hoher Wahrscheinlichkeit viele Doppelträger-Welpen hervor.

Pug Dog Enzephalitis: Symptome beim Mops


Symptome einer PDE / NME beim Mops sind neigen oder schütteln des Kopfes, zittern, wackeliger Gang, stolpern, umfallen, Orientierungslosigkeit, im Kreis laufen, Krämpfe, Zusammenbrüche und im späten Stadium totale Verwirrung bis hin zum Koma.

Das folgende Video aus dem Jahr 2011 zeigt einen Mops mit Symptomen, die typischerweise bei einer Erkrankung an PDE / NME auftreten. Das Video wurde von einem Mopsbesitzer aus Griechenland aufgenommen.

 
In einem derartigen Zustand möchte sicherlich kein Hundebesitzer seinen Mops sehen. Da es für die Erbkrankheit Pug Dog Enzephalitis keine Möglichkeiten der Heilung gibt, können nur die Mopszüchter ein weiteres Ausbreiten der Krankheit verhindern.

Aus diesem Grund dürfen im Club für den Mops - CfdM nur noch Hunde verpaart werden, bei denen zumindest ein Elternteil nicht Träger der Genmutation ist und so keine weiteren Doppelträger, mit deutlich erhöhtem Krankheitsrisiko, entstehen können. Mittelfristig strebt der CfdM ein Zuchtgeschehen mit ausschließlich genetisch unbelasteten Hunden an.

Genetische Belastung der Mopspopulation in Bezug auf PDE / NME


Zur Zeit (Anfang 2016) ist die vorhandene Datenmenge in Bezug auf genetisch PDE /NME belastete Möpse in der Gesamtpopulation noch relativ klein. Jedoch sind die derzeit vorliegenden Zahlen ein deutliches Warnsignal für jeden verantwortungsbewußten Mopszüchter.

Amerikanische Wissenschaftler gehen von einer Trägerrate von 40 Prozent in Amerika aus. Der Deutsche Mopsclub hat nach dem Zufallsprinzip 116 Möpse testen lassen, wovon 26 Prozent Träger der Genmutation waren. Der CfdM führt seit Anfang 2015 eine Internetrecherche mit einen speziell programmierten Suchroboter durch. Dieser durchforstet täglich automatisiert das gesamte Internet auf die Suchbegriffe PDE / NME, Pug Dog Enzephalitis, N/N, S/N, N/N und deren Abwandelungen. Auf diese Weise werden nach und nach alle Internetseiten identifiziert, auf denen Mopszüchter aller Coleur Angaben über PDE / NME getestete Möpse machen. Daraus errechnet der CfdM den Prozentsatz der belasteten Zuchttiere in der jeweiligen Zuchtstätte, soweit dies möglich ist. Derzeit liegt die Trägerrate bei der Internetrecherche bei 29 Prozent, dies bedeutet das knapp ein Drittel der Zuchttiere Einfach- (N/S) oder Doppelträger (S/S) sind.

Bei den im Club für den Mops - CfdM vorhandenen Zuchttieren, die bisher getestet sind, liegt die Trägerrate für die Genmutation aktuell bei § Prozent. Warum im Club für den Mops eine relativ geringe Trägerrate vorliegt, muss noch genauer untersucht werden. Dies kann reiner Zufall sein oder aber bestimmte Zuchtlinien sind weniger betroffen als andere. Hier besteht noch weiterer Forschungsbedarf um eventuelle Einflussfaktoren aufzudecken.

Auf jeden Fall erfordern aber die derzeit vorhandenen Zahlen ein zeitnahes Handeln im Zuchtgeschehen der Rasse Mops, was der CfdM bereits in seiner Zuchtordnung umgesetzt hat. Es bleibt zu hoffen, dass sich dem möglichst viele Mopszüchter, unabhängig von Verbands- oder Vereinszugehörigkeit, anschließen. Diese grausame Erbkrankheit darf in der Mopspopulation keine weitere Ausbreitung finden.

Die Zucht mit PDE / NME unbelasteten Hunden, ist neben dem Zuchtziel "anatomisch gut geformter Gesichtsschädel " des Mopses, eines der vorrangigen Zuchtziele im Club für den Mops.

Der Erbgang der Pug Dog Enzephalitis beim Mops


Der Erbgang der Pug Dog Enzephalitis PDE / NME ist autosomal-rezessiv mit unvollkommener Penetranz. Derzeit gibt es noch keine 100 prozentige Bestätigung der mendelschen Vererbung in Bezug auf den PDE / NME Risikofaktor.

Dies bedeutet, das eine Erkrankung nur dann mit erhöhtem Risiko ausbrechen kann, wenn auf beiden Genen für diese Information eine Mutation vorliegt (S/S). Für fast jede genetische Information liegen immer zwei Gene vor, die eine bestimmte Aufgabe erfüllen. Funktioniert nun ein Gen nicht (S-Status) kompensiert dies meist das andere intakte Gen (N-Status) und die zugedachte Aufgabe des Gens kann erfüllt werden. Die Krankheit bricht selten aus. Trotzdem ist ein solches Individium (N/S-Status) Träger für das nicht funktionierende Gen und kann bei einer ungünstigen Konstellation (Verpaarung mit einem N/S oder S/S Partner) Nachkommen mit einem S/S-Status hervorbringen, die ein wesentlich erhöhtes Risiko einer Erkrankung aufweisen.

Bei einer Vererbung mit unvollkommener Penetranz kommt zum Ausdruck, dass auch noch andere Dinge wie zum Beispiel Faktoren aus der Umwelt, eine Rolle spielen können.

Daraus ergibt sich, das eine Verpaarung in der beide Elterntiere Träger der Genmutation (N/S oder S/S) sind, immer auch Nachkommen mit dem Status S/S hervorbringen. Diese Nachkommen haben dann ein erhebliches Risiko zu erkranken. Andererseits haben die Nachkommen aus einer Verpaarung mit mindestens einem freien Elternteil (N/N) praktisch kaum ein Risiko der Erkrankung, da keine S/S-Status Nachkommen entstehen können.
 

Der Erbgang der PDE / NME im Detail:

  1. N/N + N/N: Bei allen Nachkommen liegen zwei intakte Gene für die Information vor (N/N). Das Risiko einer PDE-Erkrankung ist sehr gering.
  2. N/N + N/S: Bei 50 Prozent der Welpen liegt keine Genmutation (N/N) vor, die anderen 50 Prozent haben den Gen-Status N/S. Die Wahrscheinlichkeit einer PDE-Erkrankung ist für alle Welpen gering.
  3. N/S + N/S: Bei 25 Prozent der Welpen liegt keine Genmutation (N/N) vor, 50 Prozent der Welpen haben den Gen-Status N/S und die restlichen 25 Prozent tragen den S/S-Status. Ein Viertel der Welpen hat also ein hohes Risiko an PDE zu erkranken.
  4. N/S + S/S: Bei 50 Prozent der Welpen liegt eine einfache Genmutation (N/S) vor, die anderen 50 Prozent sind Doppelträger der Genmutation (S/S) mit einem hohen Risiko der Erkrankung.
  5. N/N + S/S: Alle Welpen sind einfache Träger der Genmutation (N/S) mit einem geringen Risiko der Erkrankung.
  6. S/S + S/S: Alle Welpen sind Doppelträger der Genmutation (S/S) mit einem hohen Risiko an PDE zu erkranken.
 
An allem vorgenannten lässt sich leicht erkennen, dass bei einer präventiven Zuchtselektion in Bezug auf PDE / NME leicht verhindert werden kann das weitere Doppelträger der Genmutation (S/S) entstehen können. Das Risiko einer Erkrankung an der Pug Dog Enzephalitis lässt sich also für künftige Mopsgenerationen durch einfache Zuchtlenkungsmaßnahmen drastisch reduzieren.

Mopszüchter die bei Vorliegen des entsprechenden Hintergrundwissens in Bezug auf die Pug Dog Enzephalitis bei zukünftigen Verpaarungen die oben genannten Erbgänge der PDE / NME nicht berücksichtigen, handeln verantwortungslos und werden dem Tierschutzgedanken nicht gerecht.

Es bleibt daher zu hoffen, dass zukünftig alle Mopszüchter die PDE-Problematik in Ihrer Zuchtplanung berücksichtigen, soweit dieses nicht durch eine entsprechende Zuchtordnung, wie im CfdM, vorgeschrieben wird.

Kauf von Mopswelpen vor dem Hintergrund der PDE / NME


Für Käufer von Mopswelpen besteht kein erhöhtes Risiko, solange nur ein Elternteil Träger der Genmutation ist. Klären Sie daher vor dem Kauf mit dem Mopszüchter Ihrer Wahl den Genstatus beider Elterntiere ab. Ist nur ein Elternteil ein Trägerhund, können Sie den Welpen guten Gewissens kaufen. In diesem Fall besteht kein erhöhtes Risiko einer Erkrankung an der Pug Dog Enzephalitis.

Im Club für den Mops erübrigt sich diese Frage praktisch, da die Zuchtordnung des CfdM genau dieses zwingend vorschreibt.

Wissenschaftliche Abhandelungen zum Thema Pug Dog Enzephalitis


1. Talarico LR, Schatzberg SJ. Idiopathic granulomatous and necrotising inflammatory disorders of the canine central nervous system: a review and future perspectives. J Small Anim Pract 2010: 51: 138–149.

2. Levine JM, Fosgate GT, Porter B et al. Epidemiology of necrotizing meningoencephalitis in Pug dogs. J Vet Intern Med 2008: 22: 961–968.

3. Greer KA, AK Wong, H Liu, TR Famula, NC Pedersen, A Ruhe, M Wallace and MW Neff. Necrotizing meningoencephalitis of Pug Dogs associates with dog leukocyte antigen class II and resembles acute variant forms of multiple sclerosis. Tissue Antigens 2010: 76:110-118.


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